Das deutsche Wort Seelsorge findet sich in der Bibel nicht, es gibt aber sowohl im A.T. wie im N.T. sehr klare Beschreibungen des Ablaufes und Anweisungen dazu.

Im A.T. finden wir die enge Beziehung Gottes mit seinem Volk, er spricht direkt mit ihnen oder durch Propheten und Leiter. So ist etwa das Gespr├Ąch Gottes mit Kain im 1. Mose 4,6 und 7 vor dessen Mord an seinem Bruder Abel eindeutig seelsorgerlich.
Im 32. Psalm gibt es zum Thema eine sehr hilfreiche Unterweisung Davids.

In den Evangelien lesen wir, dass sich das ganze Jerusalem durch die Bu├čpredigt Johannes des T├Ąufers aufr├╝tteln liess, die Menschen ihre S├╝nden bekannten und sich taufen lie├čen. Die Seelsorge durch Jesus bestand aus ├╝berf├╝hrender, direkter Ansprache (z. B. an die Pharis├Ąer: Wer unter Euch ohne S├╝nde ist, der werfe den ersten Stein.) Auch das Gespr├Ąch mit der samaritanischen Frau am Jakobsbrunnen war eindeutig seelsorgerlich, denn es hatte ihre Umkehr zum Ziel und in der Folge die der ganzen Stadt. Auch Jesu Wort an den Geheilten: Gehe hin und s├╝ndige hinfort nicht mehr, damit es nicht ├Ąrger mit Dir komme, ist so einzuordnen. Schlie├člich lesen wir im 1. Johannesbrief 1,9 : Wenn wir aber unsere S├╝nden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die S├╝nden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Das S├╝ndenbekenntnis bedingt also die Vergebung der S├╝nden und setzt den Reinigungsprozess erst in Gang.